YEAH!!! Aus meiner Sicht verdient stehen die Seattle Seahawks
im Superbowl LX (60). Genau zum 10-Jahres-Jubiläum. Und dann heisst der Gegner auch noch New England Patriots
.
Da war doch was? Seattle hätte den Titel verteidigen können, WENN Russell Wilson den Ball an Marshawn Lynch übergibt… statt aus 1 Yard zu werfen (der Ball wird abgefangen). Brady holt den Titel.
Aber jetzt kommt es anders!!!
New England Patriots
10:7 Denver Broncos 

Ein zähes, defensiv geprägtes Championship Game bei starkem Schneefall. Denver ging früh durch einen 6‑Yard‑TD‑Pass von Jarrett Stidham auf Courtland Sutton in Führung, doch die Patriots antworteten noch vor der Halbzeit durch einen 6‑Yard Rushing‑TD von QB Maye. In der zweiten Hälfte dominierten die Defenses. Ein Field Goal reichte New England, während Denver offensiv komplett eingebrochen ist und in fünf zweiten‑Halbzeit‑Drives nur 32 Yards erzielte. Den Sieg besiegelte eine Interception (Christian Gonzalez) 2:11 vor Schluss.
Stidham bringt 17 von 31 für 133 Yards und 1 TD bei 1 INT an. Bei den 133 Yards – es war spätestens in der 2. Halbzeit kein „Pass-Wetter“ – ist ein 52 Yard-Pass dabei. Sein Rating (Maye hatte sogar nur 58.8) lag bei 63.
Sean Payton bereute öffentlich den verpassten Field‑Goal‑Call bei 4th‑and‑1 im zweiten Viertel, der später spielentscheidend war.
Los Angeles Rams
27:31 Seattle Seahawks 
Die #27 (Tariq Woolen) der Seahawks hat beinahe mein Tippspiel gerettet. Doch vorher war es eine Kombination aus gutem defensivem Spiel von Seattle und mutigem Playcalling von Sean McVay beim 4ten Versuch. Seahawks stoppen und übernehmen. Es ist also 2:13 vor Schluss eine 31:20 Führung für die Seahawks.
Los Angeles hat 4ten & 12 und #27 verhindert den Pass.
Und ist nun Mitglied in meinem „Riesen-Baby-Club“: er läuft an der Sideline der Rams lang und verhöhnt sie. (Update: Strafe von $17’389 – aber nur NFL) Die Schiedsrichter geben das Foul -> 15 Yards und damit 1st Down -> worauf der Touchdown zum 27:31 folgt.
Schlimm und noch schlimmer war: mindestens die Defensive fiel auseinander. Weil die Einheit und der Geist nicht mehr da waren. Ich hatte mich wirklich darauf eingestellt, dass – obwohl klar überlegen – die Seahawks jetzt doch noch untergehen…
Es brauchte schon das beste Spiel seiner Karriere von Darnold um den Superbowl zu erreichen.
Auf der anderen Seite war QB Matthew Stafford mit 22 von 35 für 374 Yards bei 3 TD ohne INT mit Rating 127.6 gewohnt suverän.
Im Duell der Super-Receiver hat aus meiner Sicht Puka Nacua mit 9 für 165 Yds und 1 TD die Nase gegenüber Smith-Njigba (10 für 153 Yds und 1 TD – immerhin die zweitmeisten in der Playoff‑Historie der Seahawks) leicht vorne. Aber zwei starke Performances.
Montag, 09.02.2026 00:30
| 14-3; #1 | @ | 14-3; #2 |
Seattle Seahawks 
Hoffentlich hat die Defensive – vielleicht musste sogar das ganze Team – durch die Feierlichkeiten wieder zu der gut funktionierenden Einheit zurück gefunden.
(Wenn nicht, (er)warte ich auf die Release Nachricht von #27 Woolen).
Wer erinnert sich noch an die QBs der Draftklasse 2018?

Tatsächlich also wird aus dieser Draft-Klasse Sam Darnold der erste sein, welcher in einem Superbowl spielt. Er ist nach Joe Namath erst der zweite QB, welcher von den Jets gedraftet wurde, welcher im Superbowl spielt. Hoffentlich wird er auch der 2. sein, welcher einen Ring gewinnt. (Joe hat den Sieg im Superbowl III garantiert)
Mit den Jets aber auch gegen die Patriots sah Darnold dazumal Geister und nun hat er auch sein bestes Karrierespiel bereits verbraucht…
| Punkte erzielt | 483 (3) | 490 (2) |
| Yards erzielt | 5’973 (8) | 6’449 (3) |
| Pass TD | 25 (16) | 31 (5) |
| Rush Yards | 2’096 (10) | 2’191 (6) |
| Turnover | -11 | +3 |
| Penalties | 100 für 793 Yds | 99 für 854 Yds |
| Punkte kassiert | 292 (1) | 320 (4) |
| Yards zugelassen | 4’860 (6) | 5’019 (8) |
New England Patriots 
QB Drake Maye wird der zweitjüngste Quartback in einem Superbowl sein. Jünger, als Tom Brady in seinem ersten NFL Spiel war. (Jünger war nur Dan Marino)

So oder so schreiben die Patriots Geschichte: ich hoffe, es werden die meisten verlorenen Superbowls (jetzt 5 – dann hoffentlich 6) sein und nicht die meisten gewonnenen (jetzt 6 – hoffentlich nicht 7).
Es ist das erste Mal seit dem Superbowl XXXVI (2002), dass die Patriots der Underdog sind. HC Mike Vrabel hat in seiner Zeit als OLB bei den Patriots (2001-2008) 3 Mal den Superbowl gewonnen. Noch eindrücklicher ist, dass OC Josh McDaniels seinen 10. Superbowl im Staff der Patriots erlebt.
(auf der anderen Seite bei Seattle gibt es nur WR Cooper Kupp – immerhin mit dem Ring; zudem war er MVP beim Sieg der Rams)
Wir haben hier jetzt auch statistisch die unwahrscheinlichste Super‑Bowl‑Paarung der NFL‑Geschichte:
Vor der Saison Seahawks bei 60-1
Patriots sogar bei 80-1
New England steht jetzt bei 16 Siegen aus den letzten 17 Spielen.
Seattle Seahawks
Q1.43 vs Q2.94 New England Patriots 
2025 Chiefs 1.80 zu Eagles 2.00
2024 49ers 1.80 zu Chiefs 2.00
2023 Eagles 1.80 zu Chiefs 2.00
Soweit auseinander lagen die die zwei Finalisten schon lange nicht. Scheinbar waren 1995 (Superbowl XXIX) die 49ers gegenüber den (damals noch) San Diego Chargers am höchsten favorisiert.
Die Geschichte der letzten Jahre zeigt: es ist erfolgsversprechend, knapp nicht der Favorit zu sein.
Seattle führt All-Time 11-9 hat aber weniger Punkte (408:423) erzielt. Schmerzhaft ist die Niederlage im Superbowl XLIX (2015) wie schon beschrieben.
Es ist sogar so, dass Seattle 4 der letzten 5 Direktduelle gewonnen hat. Aber – schmerzhaft – eben nicht Superbowl 49.
Zuletzt 2024 als Seattle 23:20 nach OT gewinnt.

Rang 3 kann bei einem – wir wollen es nicht hoffen! – Sieg der Patriots den aktuellen Leader vom Thron stossen. Sonst aber besteht keine Gefahr.
Ich hoffe, dass NZ noch auf den 4. Platz vorstösst.

